Schluckstörungen (Dysphagie)
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Schluckstörung auch Dysphagie
Das Schlucken hat folgende Hauptaufgaben: Aufnahme und Transport von Nahrung, Abtransport von Speichel, Schutz der unteren Atemwege vor Aspiration. Jeder Mensch schluckt bis zu 2000 Mal pro Tag.
Ursachen
Eine Lähmung der Hirnnervenkerne oder generell der am Schluckvorgang beteiligten Nerven und Organe (z.B. auch durch Tumore, etc.) kann zu einer Schluckstörung führen. Als mögliche Ursachen für eine Schluckstörung können z.B. gelten: Schlaganfall (80%), Morbus Parkinson (50%), Meningitis, Tumorresektionen, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten,etc.
Daten
Einige Zahlen zum Thema Dysphagie (Quelle: Ärztekammer Nordwürttemberg 2/2002): Bis zu 50% der neurologischen Patienten entwickeln eine Schluckstörung. 30 - 55% aller Pflegeheimbewohner haben Schluckstörungen. 6-10% aller Schlaganfall-Patienten sterben im ersten Jahr an einer Aspirationspneumonie (Lungenentzündung verursacht durch Nahrung oder Speichel, der in die Lunge gelangt ist).
Therapie
Die Therapie von Dysphagien erfolgt durch Sprachtherapeuten, ggf. in Zusammenarbeit mit Ergotherapeuten und/ oder Physiotherapeuten. Mit mundmotorischen Übungen und/ oder passiven Maßnahmen (Stimulation, Massage, etc.) werden Schluckstörungen therapiert. Die Therapieinhalte variieren nach Art und Ausmaß der Störung. Es werden meist zusätzlich Haltungsänderungen während der Nahrungsaufnahme sowie ggf. die Anpassung der Nahrugskonsistenz erarbeitet. Auch in die Überlegungen einer externen Ernährung (Über PEG; Nasen- Magen-Sonde, etc.) werden Sprachtherapeuten oftmals mit einbezogen.