PECH-Regel

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Die PECH-Regel bezeichnet ein Schema für Sofortmaßnahmen, die bei einer Sportverletzung in angegebener Reihenfolge angewandt werden sollten.

Inhaltsverzeichnis

Sportverletzungen

Nahezu jede Sportverletzung, sofern sie eine geschlossene Verletzung des Bewegungsapparates ist, wird begleitet von Blutungen in das betroffene Gewebe. Es entsteht ein Bluterguss (Hämatom). Beim Sport ist direkt am Platz oft keine genauere Untersuchung möglich. Deshalb ist es schwierig, eine weitere Unterscheidung der Verletzung zu treffen. Handelt es sich um eine einfache Prellung, oder verbirgt sich dahinter eine Zerrung, ein Muskelfaserriss oder eine Bänderdehung. Viele Sportverletzungen haben, obwohl sie sich in der Stärke der Beschwerden unterscheiden, ein ähliches Beschwerdebild:

  • unmittelbar einsetzender, oft starker Schmerz
  • Kraftlosigkeit der betroffenen Muskeln, Bewegungseinschränkung bis hin zur Bewegungsunfähigkeit
  • Schwellung und Druckempfindlichkeit

PECH - Regel

  1. P = Pause
  2. E = Eis (Kühlung)
  3. C = Compression / Kompression
  4. H = Hochlagerung

Pause

Nach Autreten einer Verletzung gilt als allererste Sofortmaßnahme, die Belastung zu beenden. Es gilt, die verletzte Struktur ruhig zu stellen, auch um eine Verschlimmerung der Symptomatik zu verhindern.

Eis

Entscheidend für den Heilungsverlauf und die weitere Behandlung ist die sofortige Kälteanwendung. Die Kälteanwendung bei der Behandlung von Weichteilverletzungen bewirkt die Verminderung von Blutungen und Schwellungen durch die Verengung der Blutgefäße. Die Kälte verlangsamt den Stoffwechsel im Gewebe und verhindert so die Ausdehnung des Gewebeschadens. Außerdem lindert die Kälte den Schmerz.

Kompression

Das Anlegen eines Druckverbandes mit mäßiger Spannung ist der nächste Schritt. Komprimierende Verbände werden vor allem an den Gliedmaßen bei Schwellungsneigung und bei Krampfadern, an den Gelenken bei Ergüssen, nach Gelenkszerrungen (Distorsionen) und Prellungen eingesetzt.

Hochlagerung

Das Ruhigstellen in der akuten, schmerzhaften Phase einer Verletzung ist oft mit der Hochlagerung des verletzten Körperbereiches verbunden. Durch die Hochlagerung wird die Blutzufuhr verringert. Flüssigkeit, die aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe ausgetreten ist, wird so leichter abtransportiert. Das führt dazu, dass sich Schwellung und die damit verbundenen Schmerzen vermindern. Bei ausgedehnten Schwellungen sollte die Hochlagerung für 1 bis 2 Tage bestehen bleiben. Auch im weiteren Verlauf der Behandlung sollte das verletzte Körperteil regelmäßig hochgelagert werden.

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