Klassisches unelastisches Tape
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Tape oder Taping ist eine Methode, die es ermöglicht, anatomische Stresspunkte zu entlasten oder zu unterstützen, sowie Muskeln, Sehnen, Bänder und sonstige Weichteilstrukturen zu entlasten. Es gibt dabei zwei Formen des Taping, die unterschieden werden müssen, das konventionelle klassiche Tape und das neuere elastische Tape.
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Aufbau des klassischen Tapes
Das konventionelle Tape besteht aus unelastischem Zellwollgewebe, das besonders zugfest ist. Der Kleber ist ein Zinkoxid-Kautschuk-Kleber, der einen sicheren Halt gewährleisten soll, damit das Tape den Belastungen der verschiedenen Sportarten gerecht wird.
Ziele des klassichen Tapeverbandes
Mit der Anwendung des klassischen Tapes können mehrere Ziele verfolgt werden. Als wesentliches Ziel kann man benennen, dass der funktionelle Tapeverband eine größtmögliche Stabilität bei gleichzeitiger Mobilisation des Gelenkes gewährleisten soll. Das physiologische Gleichgewicht zwischen Stabilität und Mobilisation ist das Ziel der meisten Tapeanlagen.
1. Protektive Wirkung
Das heißt, dass der funktionelle Tapeverband bereits vorgeschädigte oder insuffiziente Kapsel-Band-Apparate und Bänder vor weiteren Schädigungen schützen sollen.
2. Schmerzlindernden Wirkung
Dies bedeutet, dass ein funktioneller Tapeverband ein Gelenk und geschädigte Körperstrukturen stützen und entlasten soll und dadurch eine Schmerzlinderung erreicht werden soll.
3. Passive oder aktiven Stabilisierung
Die Folgen der Anlage eines funktionellen Tapeverbandes sind eine passive und eine erhöhte aktive Stabilität des Gelenkes. Durch die feste Hülle, also das Tape, wird die passive Stabilität des Gelenkes erhöht, weil die Bewegungsfreiheit des Gelenkes in eine Richtung eingeschränkt wird. Eine erhöhte aktive Stabilität kommt durch die Haut zustande. Das Tape reizt die Rezeptoren in der Haut, der Muskelfaszien der Muskeln selbst und in der Kapsel. Dadurch wird häufig ein verbessertes Bewegungsgefühl, eine verbesserte Bewegungskontrolle und
-koordination … erreicht.
4. Vermeidung von endgradig schmerzhaften Bewegungen
Mit einem funktionellen Tapeverband soll die Bewegung, die zur Pathologie geführt hat, unterbunden werden. Die anderen Bewegungsmöglichkeiten sollen nicht beeinträchtigt werden, damit eine möglichst physiologische Bewegung und Belastung stattfinden kann.
5. Unterstützung der Heilung einer Muskelverletzung
Die durch den Riss in Mitleidenschaft gezogenen Muskelfasern können durch diagonal auf- und absteigende Zügel wieder aufeinander zugebracht werden. Durch einen geringen Zug beim Anlegen des funktionellen Tapeverbandes wird der Muskeln zum Riss hin verkürzt. Dies begünstigt die Heilung des Defektes, weil die Muskelfasern angenähert sind.
Kontraindikationen
Die wichtigste Kontraindikation, die unbedingt beachtet werden sollte:
bei nicht oder nicht ausreichend diagnostizierten Verletzungen oder Erkrankungen keine stark fixierenden Verbände anlegen.
Des Weiteren sind Kontraindikationen bei Verletzungen der Muskulatur ein Kompartmentsyndrom , eine komplette Muskelruptur , massive Muskelquetschungen und –einblutungen, Muskelentzündungen und Verletzungen der Muskulatur, bei der es gleichzeitig zu einer Verletzung von Gefäßen kommt. Verletzungen mit knöchernem Anteil stellen eine Kontraindikation dar, wenn es sich um Frakturen mit oder ohne Weichteilschaden, Osteonekrose , frische knöcherne Bandabrisse oder –ausrisse oder um akute und nicht wieder eingerenkte Verrenkungen oder unvollständige Verrenkungen handelt. Im Bereich der Bandverletzungen gelten folgende Verletzungen als Kontraindiaktionen: komplette Bandrupturen mit Funktionsverlust, Teilrupturen, bei denen eine Gelenkinstabilität entstanden ist, und frische Bandverletzungen, die mit einer Schwellung und Einblutung einhergehen. Bei Anlagen von funktionellen Tapeverbänden nach Sehnenerkrankungen sollten Sehnenrisse, auch größere Teilrisse und knöcherne Sehnenausrisse, genauso wie Tendinitiden und Infektionen an den Sehnen als Kontraindikationen für die Anlage von funktionellen Tapeverbänden angesehen werden. Ein akuter Gefäßverschluss stellt ebenso wie eine Knorpelabsprengung oder Knorpelfraktur eine Kontraindikation dar. Bei den unter Kontraindikation genannten Verletzungen und Erkrankungen ist eine andere Therapie, zum Beispiel eine medikamentöse Therapie, eine spezielle Lagerung oder eine operative Therapie, indiziert.
Fortbildungsangebote
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