HSF Idstein
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Die Hochschule Fresenius
Der Name Fresenius steht seit 160 Jahren für höchste wissenschaftliche Kompetenz in analytischer Chemie. Das heißt aber nicht, dass wir unsere Tradition wie Asche aufbewahren – wir nähren die Flamme weiter. In den letzten 15 Jahren ist das Unternehmen kräftig gewachsen. Deutliche Signale der Weiterentwicklung waren die Umbenennung der „FRESENIUS AKADEMIE“ in „Europa Fachhochschule Fresenius“ (EFF) und der Auftritt mit neuem und farbenfreudigem Logo im Januar 1998. Seit September 2008 tritt die Hochschule als „Hochschule Fresenius – University of Applied Sciences“ (HSF) an.
Fachbereiche
Außer dem traditionellen Fachbereich Chemie & Biologie gibt es nun zwei weitere Fachbereiche: Im Jahre 1997 wurde der Fachbereich Gesundheit, ein Jahr später der Fachbereich Wirtschaft & Medien gegründet. Neben der Berufsausbildung zum Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden wird seit 1998 der Studiengang Physiotherapie Bachelor angeboten. Seit 2000 gibt es den Studiengang Logopädie Bachelor an der EFF. Der 1999 eingeführte Studiengang Diplom-Ergotherapie wurde 2008 durch den Studiengang Ergotherapie Bachelor ersetzt.
Kooperation und Entwicklung
Durch die Kooperation mit der Hogeschool Utrecht (NL) war es möglich, nach erprobtem Curriculum die grundständigen Studiengänge Physiotherapie und Logopädie erstmalig auch in Deutschland anzubieten. Auf dem Arbeitsmarkt Gesundheit in Deutschland sind mehr als zehn Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt. Angesichts der demographischen Entwicklung ist auf mittlere Sicht davon auszugehen, dass hier auch weiterhin neue Arbeitsplätze entstehen werden. Der Anteil der über 60-jährigen Menschen wird in Deutschland von heute 20% bis zum Jahr 2030 auf voraussichtliche 35% steigen. Der Anteil der kranken Menschen wird Schätzungen zufolge von gegenwärtigen 15% auf 19% steigen. Das Gesundheitswesen wird daher eine Wachstumsbranche bleiben. Schon in den letzten fünf Jahren ist das Marktvolumen um 36% gestiegen. Es bestehen allerdings deutliche Forderungen aus Politik und Wirtschaft, die noch vorhandenen Wirtschaftlichkeitsreserven zu mobilisieren. Das lässt sich keineswegs durch administrative Eingriffe, sondern vor allem durch eine wettbewerbliche Neuorientierung des Gesundheitswesens erreichen. Es ist zu erwarten, dass die stark nationalen Regulierungen der Gesundheitsmärkte aufgegeben werden. Unter diesem Aspekt liegt auch im Gesundheitsbereich die Zukunft in den Angeboten mit europäischem Zuschnitt.
Inhalte
Das Angebot der Hochschule Fresenius (HSF) stellt auf dem noch national denkenden deutschen Arbeitsmarkt Gesundheit nach wie vor eine Innovation dar.
Fachbereich Gesundheit
Die HSF wird die Therapeutinnen und Therapeuten in den Studiengängen für drei berufliche Spezialisierungen vorbereiten: Lehre, Führungsaufgaben und Forschung. Für diese Fachrichtungen werden in allen drei therapeutischen Studiengängen umfangreiche Wahlbereiche angeboten. Auf allen diesen Gebieten herrscht derzeit Mangel an hochqualifizierten Fachkräften. Darüber hinaus liegt ein wichtiger Schwerpunkt auf der interdisziplinären Arbeit der drei angebotenen Therapierichtungen, weshalb im Frühjahr 2008 der Master-Studiengang „Therapiewissenschaft“ eingeführt wurde. Die Studienabsolventinnen und –absolventen haben auch die Möglichkeit, in den europäischen Nachbarländern tätig zu werden.
Fachbereich Biologie und Chemie
In der Chemie spielen biologische Umweltaspekte eine immer größere Rolle. Aus diesem Grunde wurden Vertiefungsfächer der Bioanalytik und Lebensmittelanalytik in den Ingenieur-Studiengang aufgenommen. Der Fachbereich heißt folgerichtig „Chemie & Biologie“. Diese Schwerpunkte wurden in dem achtsemestrigen Bachelor-Studiengang „International Bachelor Angewandte Chemie“ ausgebaut. Wer diesen Bachelor-Studiengang mit Pflicht-Auslandssemester abgeschlossen hat, hat als Chemikerin oder Chemiker mit hervorragender Fachausbildung in der Analytik und internationaler Erfahrung beste Berufschancen. Gleich im Anschluss oder berufsbegleitend können die Bachelor ein zweisemestriges Master-Studium „International Master of Bio- and Pharmaceutical Analysis“ beginnen, das auch leistungsfähigen externen Bewerberinnen und Bewerbern offen steht. Parallel dazu bietet der Fachbereich ein sechssemestriges Studium zum Bachelor Wirtschaftschemie an. Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs haben neben soliden chemisch-naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen Zusatzwissen und praktische Erfahrung in betriebswirtschaftlichen Fragen. Das qualifiziert sie beispielsweise für Tätigkeiten im technischen Marketing oder für einen Trainee-Einstieg in der Chemie-Branche, die einen starken Bedarf für solche „Schnittstellenleute“ anmeldet.
Fachbereich Wirtschaft und Medien
Der Fachbereich Wirtschaft & Medien übernimmt eine Querschnittsfunktion. Er unterstützt die Erweiterung der Fachbereiche Chemie & Biologie sowie Gesundheit um betriebswirtschaftlich orientierte Schwerpunkte. Diese enge Zusammenarbeit der Fachbereiche unter einem Dach ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil vor anderen Hochschulen und entspricht dem wachsenden Bedarf an natur- und gesundheitswissenschaftlichen Fachleuten mit ökonomischen Zusatzkenntnissen.
Die HSF bietet verschiedene Bachelor-Studiengänge mit unterschiedlichen wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkten sowie seit 2007 ein einzigartiges Internationales Masterprogramm International Master of Pharmacoeconomics & Health Economics in Kooperation mit der Cardiff University in Wales (UK) an. Für das Thema Chemie & Biologie baut die HSF auf der 160-jährigen Tradition der Chemie-Schule und des Chemischen Laboratoriums/Instituts Fresenius auf. Der Bereich Gesundheit nutzt die Zukunftskonzepte des Unternehmensverbundes „DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft“ , der seine Erfahrung aus über 60 medizinalen Berufsfachschulen einbringt. Der Fachbereich Wirtschaft & Medien wird durch die Akademie für Führungskräfte in Überlingen unterstützt. Diese drei Kernkompetenzen der HSF werden. an Schnittstellen zwischen den Wissensbereichen besonders wirksam. Zukunftsfragen werden interdisziplinär gesellt und beantwortet. bei. Ein starkes Bindeglied zwischen diesen Schnittstellen ist die Ökonomie. Grundsätzlich orientieren sich alle Studiengänge an der wissenschaftlichen Weiterentwicklung, an gesellschaftlichen und demographischen Veränderungen und am zusammenwachsenden europäischen Arbeitsmarkt.